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Zurück aus Ruanda                                                       September 2016

Mit mehreren tausend Fotos, einigen Stunden Filmmaterial und einer Fülle neuer Eindrücke ist die zehnköpfige Delegation des Partnerschaftskreises Ruanda /Erfenbach aus ihrer afrikanischen Partnergemeinde Nkanka zurückgekehrt.

Wie bei bisher jeder Reise nach Ruanda, gab es auch dieses Jahr wieder Neuerungen im Land. Die Straße von der Hauptstadt Kigali nach Kamembe im Südwesten Ruandas wurde im letzten Jahr fertiggestellt. So schaffte es die Gruppe, einigermaßen staubfrei in der Diözese Cyangugu anzukommen. Die Partnerpfarrei Nkanka jedoch liegt abseits der asphaltierten Hauptstraße. Da hieß es einen Gang zurückzuschalten. Im Schneckentempo, auf sandiger und holpriger Piste kamen die Ruandareisenden nach etwa 35 Minuten Fahrt in der Partnergemeinde an, wo sie wie immer sehr herzlich empfangen wurden.

Höhepunkt des diesjährigen Besuchs war die Neugründung der Pfarrei Nkombo, die größte Insel im Kivusee, zu der auch die Inseln Ishywa, Bweramata und Gihaya gehören. Bisher war die Inselgruppe Teil der Partnergemeinde Nkanka.

Nach einem –für ruandische Verhältnisse noch nicht einmal außergewöhnlichen - vierstündigen Festgottesdienst, dem mehrere tausend Besucher beiwohnten, überbrachten die Erfenbacher die Grüße und Geschenke der Diözese Speyer und der Pfarrgemeinde Erfenbach. Sie überreichten zum einen eine Kerze, verziert mit dem Wappen des Hl. Johannes Paul II., dessen Schutz die neue Pfarrei anvertraut wurde, und dem Datum der Neugründung: 21.08.2016.

Die Gemeinde Erfenbach schenkte ein von einem deutschen Künstler entworfenes Altartuch in den Landesfarben Ruandas. Die Farben grün, blau und gelb symbolisieren Gottes Schöpfung und neues Wachstum. So wünschte die Vorsitzende des Partnerschaftskreises in Ihrer Ansprache, daß auch die neue Pfarrei wachsen und gedeihen möge mit Gottes Segen. Gleichzeitig versprach sie, den Inselbewohnern und ihrem neuen Pfarrer, Abbé Placide, auch weiterhin partnerschaftlich verbunden zu bleiben und sie zu unterstützen.

Künftig wird der Partnerschaftskreis für zwei Pfarreien Sorge tragen, wobei das Hauptaugenmerk etwas mehr auf den Inseln liegen wird, da hier die Not am größten ist.

Ein besonderes Highlight für alle Beteiligten war in diesem Jahr das Ziegenprojekt. Dank vieler Spenden konnte die Delegation sage und schreibe fünfzig Ziegen an Bedürftige der Partnerpfarrei überreichen. Mit Gesang und Tanz bedankten sich die Ärmsten der Armen dafür. Für die Gruppe aus Erfenbach ein sehr bewegender Augenblick, konnte man doch sehen, wie viel Freude und Hoffnung man mit relativ wenig Einsatz schenken kann.  

Einen Wehrmutstropfen mußten die Erfenbacher in diesem Jahr allerdings auch hinnehmen. Wie in Ruanda üblich, können die Priester nach der letzten Priesterweihe des Jahres auf Anordnung des Bischofs in andere Pfarreien versetzt werden. In diesem Jahr  betraf es auch Abbé Paulin und seine Mitbrüder aus Nkanka. Sie alle werden zum 15. September die Partnerpfarrei verlassen. Neuer Priester in Nkanka wird Abbé Théogene. Er arbeitete bisher als Kanzler in der Diözese Cyangugu. Nkanka ist seine erste Pfarrei.

Für die Partnerarbeit bedeutet dies so etwas wie ein Neuanfang, denn letztendlich stellen vor allem persönliche Kontakte die Basis für eine vertrauensvolle Partnerschaft dar. Wenn der Abschied von den Freunden in Nkanka auch sehr schwer gefallen ist, so schauen die Mitglieder des Partnerschaftskreises aus Erfenbach trotzdem nach vorne, um gemeinsam mit Abbé Placide auf Nkombo und Abbé Théogène in Nkanka die Partnerschaft neu mit Leben zu füllen und mit sinnvollen Ideen und Projekten den Menschen in den afrikanischen Partnerpfarreien zu helfen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die die Arbeit des Partnerschaftsvereins unterstützen, ob finanziell, materiell oder ideell. Ein besonderes „Vergelt’s Gott“ allen, die mit ihrer Spende für das Ziegenprojekt in diesem Jahr für einen ganz besonderen Moment gesorgt und fünfzig Menschen das Leben etwas erleichtert haben.

Der Gottesdienst fand unter freiem Himmel statt, da die Kirche für die vielen tausend Besucher zu klein war

Geschenkübergabe an Abbé Placide, den neuen Pfarrer der Inselpfarrei

Große Ziegenverteilung an die Bedürftigsten

Abbé Placide bedankt sich im Namen aller für die Unterstützung